Das bin ich ;-)

Das bin ich ;-)
Hallo

Dies bin ich, Marcel, aber meine Freunde nennen mich einfach "Hopi".

Nach meiner beruflichen Tätigkeit als Eventmanager und im Marketing / Verkauf bei einer Eventtechnikfirma, war ich einige Jahre selbstständig (Ideengeber von eventlokale.com) - doch irgendwann hatte ich genug davon. Ich nahm mir eine Auszeit und reiste durch die Welt.

2015 ging es los: Wohnung auflösen und alles verkaufen. Zunächst lernte ich für ein Vierteljahr Englisch in England. Neben dem Sprachunterricht blieb mir genügend Zeit für Land und Leute. Anschließend ging es über Spanien, Portugal, die Kanarischen Inseln, die Kapverden nach Asien, in die Türkei und nach Südamerika. Zwischen den ganzen exotischen Zielen war ich für kurze Zeit immer wieder mal in Europa.

In meinem Blog schreibe ich über meine Reisen, über das, was ich erlebt habe. Oft war es lustig, auch wenn es nicht auf den ersten Blick danach aussah: Schließlich ging auch einiges schief.

Ich berichte hier über meine Erfahrungen und erzähle euch, was ich auch unteranderem mit den Reiseveranstaltern wie sonnenklar.TV, bigXtra, e-kolumbus, Gebeco, Mediplus Reisen etc., den unterschiedlichen Fluggesellschaften und in den Hotels alles erlebt habe. (Reiseveranstalter Feedback)

Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen und wenn Ihr Fragen an mich habt, kontaktiert mich einfach.

Euer Hopi

Translate

Donnerstag, 12. Mai 2016

Mein Ausflug in Tunesien nach Tunis


Ab nach Tunis und Hammamet

Wir fuhren als erstes Ziel die Hauptstadt Tunis an. Sämtliche Sehenswürdigkeiten sind umgeben von gepanzerten Fahrzeugen, Kriegsfahrzeugen und viel Polizei. Mein mulmiges Gefühl, das ich ganz am Anfang bereits verspürte, tauchte wieder auf. Doch Tunis ist eine schillernde Stadt, in der sich die Gegensätze aus Alt und Neu farbenfroh vereinigen. Hier brodelt das Leben, hier steppt der Bär, Terrorismus hin oder her. Neben historischen Art-Deco-Gebäuden aus der französischen Kolonialzeit laden ultramoderne Shoppingcenter ein, hier ein wenig zu verweilen.

Mein Chauffeur parkte in Altstadtnähe, dicht am bekannten Souk von Tunis. Da ich ihn nur als Chauffeur, nicht aber als Guide engagiert hatte, erkundete ich die Altstadt von Tunis auf eigene Faust. Bald hatte ich die Angst und das Gefühl der allgegenwärtigen Bedrohung vergessen, so schön war die Stadt. Die "Avenue Habib Bourguiba", eine prächtige Strasse in der Altstadt, war gesäumt von zahlreichen Cafés. Hier flanierten allerlei lachende, schöne Menschen. Diese Menschen wollen einfach nur leben und freuten sich über meinen Besuch, auch wenn ich nicht überall etwas kaufen konnte.

Ich tauchte beim Bab el Bhar, dem "Hafentor", in die berühmte Welt des Souk ein, streunte durch die kleinen Gassen. Ich fühlte mich wie in einem Märchen von 1001 Nacht: Auf dem Markt wird gehandelt, bis die Fetzen fliegen, ich konnte zusehen, wie Platten aus Silber nur mit Hammer und Meissel verziert wurden. Ein Laden reihte sich an den anderen, überall gab es Kleidung, Wasserpfeifen, Obst. Die Gewürze dufteten meilenweit, überall roch es nach dem frischen Pfefferminztee, der hier jedem angeboten wird und leckere Süßigkeiten warteten auf die Naschkatzen.

Wäre ich hier nicht auf einer Reise, würde ich hier die Einrichtung für meine Wohnung kaufen: Farbige Lampen, bunte Kissen, wunderschöne Gläser, Flaschen, Teller...

Falls Du selbst einmal hier unterwegs sein solltest: Bezahle nie mehr als gut ein Drittel des Anfangspreises. Hier ist Handeln nicht nur möglich, sondern erwünscht. Wenn Du Dir das nicht traust, geh lieber weiter.

Hier spricht Dich wirklich jeder an, fragt ob Du was kaufst, schliesslich hängt ihr Überleben davon ab. Trotzdem wirst Du mit einem Lächeln verabschiedet, wenn Du freundlich "no, Thanks" oder "Non, merci" sagst. Diese Stadt lebt auf eine so wundervolle Weise, dass es einfach unglaublich ist. Die Einwohner sind superfreundlich und wollen nur in Frieden miteinander und mit den Touristen leben.

Bevor ich zu meinem Chauffeur zurückkam, kehrte ich kurz in einem Lokal ein und genoss einen echten orientalischen, frisch zubereiteten Kebab. Ich glaube, mein zufriedenes Lächeln krieg ich nicht mehr aus dem Gesicht. Zudem geniesse ich meine Freiheit, weit weg von jeder Reisegruppe kann ich einfach machen, was ich will und wie lange ich es will.

Danke, Tunis. Ich komme bestimmt irgendwann einmal zurück. Bis dahin schicke ich Dir viele Touristen aus der Schweiz und aus Deutschland.

Karthago
Karthago ist ein Welterbe der UNESCO, etwas ausserhalb von Tunis auf einem Hügel gelegen. Karthago, das heute wieder ausgegraben wird, war einst die Hauptstadt des gleichnamigen Reiches, mächtig zur See und im Handel. Hier hast Du neben historischen Gebäuden, Figuren und Säulen auch einen wunderbaren Blick über die gesamte Region rund um Tunis. Zwar kostet der Eintritt in das Ausgrabungsgelände zehn Dinar, aber die Ausgabe lohnt sich wirklich. Der Chauffeur erzählte mir, dass normalerweise in jeder halben Stunde gut 300 Touristen hier ankommen - wir waren hier fast die einzigen. Deswegen würde ich sagen: Wenn Du nach Tunesien willst, dann flieg jetzt dorthin. Dann kannst Du den vollen Zauber dieses Landes erleben.

Sidi Bou Saidi
Von Sidi Bou Saidi habe ich gleich ein Foto gemacht und auf Facebook gepostet. Bestimmt denken alle, dass ich in Griechenland bin. Doch dieser malerische Ort mit seinen weiss-blauen Häusern ist ein bekanntes Künstlerdorf und liegt etwa zwanzig Kilometer vor Tunis. Vom Parkplatz ging ich hoch auf den Hügel, kam durch kleine Gassen und an wunderschönen Häusern vorbei. Inzwischen sind zahlreiche Häuser zu Hotels mutiert, während die Künstler dem Kommerz weichen mussten. Jetzt ist hier ein exklusiver Ferienort entstanden, auch wenn die strengen Auflagen des Denkmalschutzes dafür gesorgt haben, dass die Attraktivität des Ortes erhalten blieb. Sidi Bou Saidi gehört zweifellos zu den schönsten Dörfern, die es in Tunesien gibt und wird in jedem Reiseführer erwähnt. Ich schlenderte gemütlich durch die kleinen Gassen, bestaunte die bunten Haustüren und die geschwungenen Gitter, mit denen die Fenster verziert waren. Einige wenige ursprüngliche Bewohner schien es hier noch zu geben.

Sogar ein berühmter Schweizer war einst vom Zauber dieses Ortes beeindruckt: 1914 besuchte Paul Klee Sidi Bo Saidi, als er auf einer Studienreise unterwegs war. Er notierte: "Die Sonne von einer finsteren Kraft. Die farbige Klarheit am Lande verheißungsvoll. Macke spürt das auch. Wir wissen beide, dass wir hier gut arbeiten werden".

So schön ist dieser Ort mit seinem bezaubernden Panorama, dass die Preise für die Immobilien längst in für Normalsterbliche unerschwingliche Höhen explodiert sind. Ich sehe, dass hier das eine oder andere Haus leer steht. Ob es sich wohl heute hier auch gut leben liesse? Ich fahre beeindruckt von diesem unglaublichen Ort wieder ab und kehre mit meinem Chauffeur zurück, zurück in die Touristenhochburg Hammamet, die momentan auch relativ leer ist. 

Hammamet City - Medina de Hammamet

Mit dem Taxi fuhr ich vom Hotel in die Altstadt von Hammamet. Für 4 Dinar. 

Hier findet man zahlreiche Shops und Restaurants und kann auch immer wieder ein günstiges Schppchen ergattern. 

Das Zentrum von Hammamet und auch die schönste Sehenswürdigkeit ist die historische Altstadt, genannt Medina de Hammament und liegt an der Spitze der Halbinsel.  Die ca. 200 x 200 Meter grosse Medina ist vollständig ummauert. 

Hier muss man einfach mal durch die vielen kleinen Gassen laufen. Denn hier findet man die Marktgassen der Souks. Ok, du wirst an jeder Ecke angesprochen was zu kaufen. Aber erlebt haben muss man dies einfach mal. Und nebenbei gibt es ganz tolle Sachen hier.  

Viel Spass.  


Tunesien - Ein Land voller Gegensätze

- Tunesien, hier trifft kultureller Reichtum auf finanzielle Armut. - Hier küssen sich die Männer zur Begrüssung, doch gleichgeschlechtliche Beziehungen wird mit Gefängnis bestraft (aufgrund eines Gesetzes aus dem Jahre 1913 mit bis zu drei Jahren). - Die jungen Leute geben sich offen und liebevoll doch Amnesty International mahnt immer wieder zur Einhaltung der Menschenrechte. - Die Hotels sind prunkvoll und flankieren die Strandpromenade, die Häuser der Einheimischen sind oft nur Bauruinen. - Es wird gebaut so lange Geld da ist, kein Geld - kein Weiterbauen. In den Hotels herrscht Wohlstand, draussen die Armut. - Das Land importiert mehr, als es exportiert. Und im Pool badet die leicht bekleidete Dame aus Deutschland zusammen mit der muslimischen Frau im Burkini.

- Es sind die Urlaubsgäste die mehrere Teller vom Buffet tragen, ein paar Bisse essen und den Rest stehen lassen, während draussen die Landsleute des Kellners hungern und ums Überleben kämpfen. - Es ist das Land in dem mir jemand erzählt, sein Vater im Krankenhaus wird nicht behandelt weil er Arbeitslos ist und keine Versicherung hat. - Es ist das Land mit Luxusvillen und Slums. - Es ist das Land in welchem dir an jeder Ecke jemand was verkaufen will, aber es auch Betrüger gibt. 



                        
    

Medina de Hammamet

            

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen