Das bin ich ;-)

Das bin ich ;-)
Hallo

Dies bin ich, Marcel, aber meine Freunde nennen mich einfach "Hopi".

Nach meiner beruflichen Tätigkeit als Eventmanager und im Marketing / Verkauf bei einer Eventtechnikfirma, war ich einige Jahre selbstständig (Ideengeber von eventlokale.com) - doch irgendwann hatte ich genug davon. Ich nahm mir eine Auszeit und reiste durch die Welt.

2015 ging es los: Wohnung auflösen und alles verkaufen. Zunächst lernte ich für ein Vierteljahr Englisch in England. Neben dem Sprachunterricht blieb mir genügend Zeit für Land und Leute. Anschließend ging es über Spanien, Portugal, die Kanarischen Inseln, die Kapverden nach Asien, in die Türkei und nach Südamerika. Zwischen den ganzen exotischen Zielen war ich für kurze Zeit immer wieder mal in Europa.

In meinem Blog schreibe ich über meine Reisen, über das, was ich erlebt habe. Oft war es lustig, auch wenn es nicht auf den ersten Blick danach aussah: Schließlich ging auch einiges schief.

Ich berichte hier über meine Erfahrungen und erzähle euch, was ich auch unteranderem mit den Reiseveranstaltern wie sonnenklar.TV, bigXtra, e-kolumbus, Gebeco, Mediplus Reisen etc., den unterschiedlichen Fluggesellschaften und in den Hotels alles erlebt habe. (Reiseveranstalter Feedback)

Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen und wenn Ihr Fragen an mich habt, kontaktiert mich einfach.

Euer Hopi

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Samstag, 10. September 2016

Thailand - Burma und Laos in nur 2 Tagen. Bin ich verrückt?

Ein schneller Ausflug mit vielen Eindrücken!

Ich mache für zwei Tage einen Ausflug in Nordthailand, es geht nach Chiang Rai, Mae Sai, an Burma vorbei bis nach Laos.

Wer meinen Blog bis hierher aufmerksam verfolgt hat, der weiss, dass ich hier schon einmal auf Tour unterwegs war. Damals war es lausige fünf Grad warm und es regnete in einem fort, so dass wir diesen Ausflug vorzeitig abgebrochen haben und fast unterkühlt wieder in die Wärme zurückkamen.

Das, was ich allerdings gesehen hatte, war so schön, dass ich alles unbedingt bei angenehmeren Temperaturen noch einmal anschauen wollte, so ganz in Ruhe gewissermassen.

Auf der Reise in Richtung Chiang Rai stoppten wir, als wir bei einem der zahlreichen Hot Springs vorbeikamen:

Bis zu 70 Grad Celsius heiss ist das Wasser, dass unter hohem Druck aus dem Inneren der Erde emporschiesst. Gleichermassen kluge und geschäftstüchtige Thais haben sich das Land gekauft, ein paar Springbrunnen gebaut, dazu Restaurants, Souvenirshops und es dauerte tatsächlich nicht lange, bis die Touristen kamen.

Für 20 Bht gibt es vier rohe Eier zum Frühstück, die man sich dann selbst im heissen Wasser kochen kann. Das mussten wir selbstverständlich ausprobieren. Anschliessend setzten wir uns an den Rand eines kleinen Baches und tauchten die Füsse ins Wasser. Ganz langsam und vorsichtig, schliesslich ist das Wasser hier wirklich sehr heiss, besonders an den Stellen, an denen es direkt aus dem Boden kommt. Ja, ich habe schon einmal einen ähnlichen Ort besucht, an dem das Wasser so heiss aus dem Boden kam. Dort war es ein richtiger grosser Park, mit allem Pi-pa-po, hier ist es einfach nur ein kleiner Stopp.

  

Wir trockneten unsere Füsse ab, zogen die Flipflops wieder an, und setzten unsere Fahrt bei diesem schönen heissen Wetter fort.

Gut drei Stunden später sind wir bereits am Golden Triangle, der Stelle, an der sich Thailand, Laos und Myanmar begrüssen und "Hallo" zueinander sagen.

Wer mag, kann sich hier ein kleines Boot mieten, muss aber zuerst seinen Pass abgeben. Dieser wird bei der Thai Immigration deponiert, so gehen die Behörden sicher, dass sich niemand verkrümeln und abhauen kann, weder Einheimische noch Touristen. Dann kann man ein kleines Boot für sich alleine mieten oder man fährt mit dem grösseren Boot mit, auf dem auch immer viele Chinesen unterwegs sind. 

Die Reise geht über den Mekong, an Myanmar vorbei bis hinüber nach Laos. Du darfst tatsächlich auch den Boden von Laos betreten, für ganze dreissig Minuten lang. Am Ufer gibt es eine kleine Zone, in der es neben Restaurants und Bars auch jede Menge Souvenirshops gibt. Jeder achtet auf seinen Nebenmann und auch darauf, dass sich niemand in die Büsche schlägt und im Dschungel verschwindet. Das fände ich auch keinesfalls empfehlenswert, wer weiss denn, was sich neben Polizei und Militär noch im Dschungel verbirgt?

    

Ich tauche erst einmal in die kleine Hütte, die eine Bar improvisiert und trinke das erste Beer Lao meines Lebens. Juhu: Ich bin tatsächlich in Laos, zwar weit weg von der Wirklichkeit, in der die Einheimischen leben, aber hey, in Laos.

Ob die Souvenirs hier wirklich günstig sind, oder nicht - das weiss ich nicht sicher. Wie überall in dieser Gegend lässt der Händler mit sich handeln, deswegen heisst er ja auch so. Auf die Hälfte des ursprünglich genannten Preises lassen sich die meisten herunterhandeln, auch wenn mein Reiseführer mich gewarnt hat: "Marcel", sagte er: "auch diese Leute müssen von irgend etwas leben. Handle also nicht zu viel runter!" Ich sage dagegen einfach, was für mich das Zeug wert ist, der Verkäufer nennt seinen Preis und wir treffen uns irgendwo in der Mitte, also meistens bei 50 Prozent ;-) 

  

Allerdings bleibt bei einem Aufenthalt von 30 Minuten Dauer nicht viel Zeit, auch wenn die Anzahl der Stände recht übersichtlich ist. Wir legen wieder ab und schippern über den Mekong nach Thailand zurück. Auf diese Weise habe ich innerhalb einer Stunde drei Länder besucht, das ist voll cool. Leider gab es dafür keinen Stempel im Reisepass.



An zahlreichen Polizei- und Militärkontrollen vorbei fuhren wir mit dem Auto bis Mae Sai. Die Stadt liegt direkt an der Grenze zu Myanmar und ist somit die letzte Stadt in Thailand. Wer hier einmal unterwegs sein sollte, dem empfehle ich, durch die ganze Stadt hindurch zu fahren, immer in Richtung Zoll. Kurz vor der Zollkontrolle zweigt eine kleine Strasse ab und führt den Berg zu einem Tempel hinauf, dem Wat Phra That Doi Wao. Von hier oben ist der Ausblick über Thailand und Myanmar echt fantastisch! Selbstverständlich säumen auch hier wieder zahlreiche Stände den Weg. Wer günstig einkaufen will, sollte das Handeln nicht vergessen.



Hier wollte ich mir eigentlich ein paar neue Haare kaufen. Allerdings weiss ich nicht, ob es schlussendlich an der Haarfarbe oder der Frisur lag, aber die Second-Hand-Perücke passte irgendwie nicht so recht zu mir, oder? Ich lasse lieber weiter meine Haare ganz kurz schneiden, damit die Glatze darunter nicht so auffällt ;-))


An der Hauptstrasse reihte sich eine Strassenküche an die andere. Hier kann man sich einfach hinsetzen und bekommt eine frisch zubereitete Suppe mit Hühnchen oder Beef serviert, wenn man sie bestellt. Einfach noch Chili dazugeben und die dann wirklich würzige Suppe mit frischem Gemüse geniessen. Das ist ein Geschmack, den man sonst nirgendwo bekommt.


Wir übernachten in einem netten kleinen Bungalow mit Pool für 500 Bht, rüsten uns mit einem Chang Bier und begeben uns in den Pool, auch wenn es regnet. Aber da wir hier fast alleine unterwegs sind, spielt das wirklich keine Rolle. Und warm ist es ja...

Gute Nacht.



Am nächsten Tag fahren wir weiter, bis zum Doi Tung Palace in Mae Fa Luang, der auch The Doi Tung Royal Villa genannt wird. Hier komme ich mir fast wie zu Hause vor: Die königliche Villa wurde stark von der dortigen Architektur beeinflusst. In der Doi Tung Royal Vila residierte einst Ihre königliche Hoheit Prinzessin Srinakarindra, die Königsmutter. Die Prinzessin Galyani Vadhana war an der Gestaltung beteiligt, so dass eine wirklich schöne Villa entstand.

Ein Besuch lohnt sich hier auf jeden Fall: Ich ging die Straße hinauf zur Villa, vorbei an wunderschönen farbigen Blüten, Bananenbäumen, Palmen und anderen sattgrünen Pflanzen, die ich gar nicht alle aufzählen kann.

Der Audio Guide verrät mir auf Deutsch, wie Ihre königliche Hoheit hier in ihrer königlichen Villa lebte. Da für Hoheit die Zähne wichtig waren, damit sie ein ausgeglichenes Leben führen konnte, war in der Villa sogar ein kleiner Behandlungsraum eingerichtet, der mit allem ausgerüstet war, was im Notfall gebraucht wurde. Das war schon sinnvoll, schliesslich gab es damals noch nicht die Möglichkeit, fix mit dem Auto oder Helikopter in die nächste Klinik zu eilen.

In der Villa selbst durfte ich leider nicht fotografieren. Aber ihr könnt mir glauben: Alles ist sehr faszinierend. Besonders ergreifend finde ich ja die positiven Gedanken und die Einstellung, die Ihre königliche Hoheit vielem gegenüber hatte.

    

Gleich unterhalb der königlichen Villa liegt der wunderschöne Garten Mae Fa Luang, der damals ebenso wie heute ausserordentlich liebevoll gepflegt wird und zum Verweilen und Träumen einlädt. Wie gerne wäre ich im Garten gewesen, als Ihre Königliche Hoheit noch hier weilte: Ab und zu zeigte sie sich den Besuchern, wenn sie auf dem Balkon stand und dort ihre Blumen pflegte.

Hier kann man einen wirklich ausgiebigen Spaziergang machen, kommt an einem Teich mit Seerosen vorbei, überall blühen die Pflanzen, tropische Bäume wuchern und eine Zip-Line führt durch den Dschungel. Ich habe tolle Baumhäuser gesehen und eine echte Hängebrücke. Auch wenn ich ganz schön ausser Atem kam, so in diesem tropischen Klima bei der heissen Sonne. Aber es war wieder ein wunderschöner Eindruck, den ich hier auf meiner Reise gewinnen konnte.

      

Am Schluss sah ich ein Haus, an dem viele Nationalflaggen gehisst waren. Die thailändische Flagge war gleich neben der mir so gut vertrauten Schweizer Flagge, ein treffendes Indiz dafür, wie gut die Beziehungen zwischen Thailand und der Schweiz sind. Schliesslich waren ja bereits Mitglieder der thailändischen Königsfamilie in meiner Heimat, wie der eine oder andere sicher weiss.


Doi Tung; Switzerland in Thailand

Wir fuhren bis zum Singha Park, der sich in der Nähe von Chiang Rai befindet. Wer bei diesem Namen an Singha Bier denkt, liegt genau richtig: Das Unternehmen ist der Sponsor des Parks. Dieser ist weitläufig genug, dass er mit einer geführten Bus Tour oder mit dem Fahrrad besichtigt werden sollte, es gibt einen Zoo, Restaurants und - Zip-Line. Die Zip-Line grinste mich verführerisch an, so dass ich nicht anders konnte: Ich musste sie ausprobieren.

Ich stieg also bestimmt gefühlte 100 Meter hoch auf einen Turm, dort wurde ich in eine Art Klettergurt gut verpackt und verschnürt, an ein Drahtseil gehängt und bekam einen Stoss. Hoch über dem Boden ging es an einer Seilbahn bis runter zur anderen Seite. Das Ganze hat zwar nur ein oder zwei Minuten lang gedauert, war für mich aber Adrenalin pur, schon allein wegen meiner Höhenangst. Zuerst schrie ich laut, dann klammerte ich mich mit meinen Händen so fest an das Drahtseil, dass ich hinterher Muskelkater hatte. Ich schloss die Augen, hörte nur noch, wie die Kugel über das Drahtseil surrte, fühlte, wie die warme Brise um meine Ohren fegte und dann... ja, dann war glücklicherweise schon alles vorbei und überstanden und ich war heil wieder unten.

Wanchai hat alles aufgenommen und direkt live auf Facebook gepostet, ich habe mein eigenes Handy lieber sicher in der Hose verstaut. Ausserdem lässt sich mit geschlossenen Augen auch nur schlecht fotografieren.

Die Knie zitterten noch und der Puls war auf 180, trotzdem trug ich ein Lächeln im Gesicht, ganz nach dem Motto: "Lass-dir-bloss-nichts-anmerken", wir fuhren mit dem Jeep zurück und ich ging schnurstracks in die leckere Pizzeria und gönnte mir auf den Schreck eine Stärkung. Damit war der zweitägige Ausflug in den Norden Thailands auch schon zu Ende und es ging nach Chiang Mai zurück.

    

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