Das bin ich ;-)

Das bin ich ;-)
Hallo

Dies bin ich, Marcel, aber meine Freunde nennen mich einfach "Hopi".

Nach meiner beruflichen Tätigkeit als Eventmanager und im Marketing / Verkauf bei einer Eventtechnikfirma, war ich einige Jahre selbstständig (Ideengeber von eventlokale.com) - doch irgendwann hatte ich genug davon. Ich nahm mir eine Auszeit und reiste durch die Welt.

2015 ging es los: Wohnung auflösen und alles verkaufen. Zunächst lernte ich für ein Vierteljahr Englisch in England. Neben dem Sprachunterricht blieb mir genügend Zeit für Land und Leute. Anschließend ging es über Spanien, Portugal, die Kanarischen Inseln, die Kapverden nach Asien, in die Türkei und nach Südamerika. Zwischen den ganzen exotischen Zielen war ich für kurze Zeit immer wieder mal in Europa.

In meinem Blog schreibe ich über meine Reisen, über das, was ich erlebt habe. Oft war es lustig, auch wenn es nicht auf den ersten Blick danach aussah: Schließlich ging auch einiges schief.

Ich berichte hier über meine Erfahrungen und erzähle euch, was ich auch unteranderem mit den Reiseveranstaltern wie sonnenklar.TV, bigXtra, e-kolumbus, Gebeco, Mediplus Reisen etc., den unterschiedlichen Fluggesellschaften und in den Hotels alles erlebt habe. (Reiseveranstalter Feedback)

Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen und wenn Ihr Fragen an mich habt, kontaktiert mich einfach.

Euer Hopi

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Donnerstag, 9. Juni 2016

Ab ins Königreich Marokko ins Märchenland der 1001 Nacht

Oder: Warum ich meine nasse Wäsche zum Trocknen nach Marokko bringe...

Just aus Indien zurück, gerade gelandet und total übermüdet, dazu von einer lästigen Erkältung geplagt, geht es weiter nach Marokko. Dabei habe ich kaum geschlafen, meine Nase tropft wie ein lecker Wasserhahn, meine Augen sind so geschwollen, wie die Füsse der Brötchenverkäuferin nach einem langen, im Stehen verbrachten Arbeitstag und auf meinen Sitznachbarn im Flugzeug habe ich wohl allergisch reagiert, so dass ich die ganze Zeit nicht aus dem Niesen herauskam.

Ich mache einen kurzen Stopp im Waschsalon und gebe dort meine Wäsche ab. Gleich am nächsten Morgen, also kurz vor meinem Abflug, kann ich alles gewaschen und getrocknet abholen. Der Friseur passt meine Glatze dann den restlichen Haaren an, bei der Gesichtspflege wird mir der indische Sand und Staub aus meinen Poren entfernt, die bald so tief wie Vulkankrater schienen und weil Mann sich auch einmal etwas gönnen muss, geht es noch zur Maniküre.

Am nächsten Morgen geht es nach Marokko, genauer gesagt, nach Agadir.
Momentan dürfte es in Marokko ein kleines bisschen kälter sein, als gerade in Indien - und etwas wärmer als in Deutschland und der Schweiz. Das freut mich sehr, einfach auch deswegen, weil ich noch total müde von den heissen Temperaturen bin, die während der dreiwöchigen Rundreise durch Indien geherrscht haben. Ich freue mich auf meine Erholung in Agadir, auf gutes und gesundes Essen, bevor ich zu meiner nächsten dreiwöchigen Rundreise aufbreche.

Allerdings erwischt mich gleich am frühen Morgen die erste schlechte Nachricht: Das Telefon klingelt und mir wird mitgeteilt, dass durch das Unwetter in der Nacht das Wasser einen Weg vom Dach in den Waschsalon gefunden und die Elektrik beschädigt hat. Meine Wäsche ist also zwar gewaschen, konnte aber nicht getrocknet werden. Da mein Flieger bald startet, bleibt mir keine Zeit, die Wäsche in einem anderen Salon zu trocknen. Hoffentlich komme ich dann mit der schweren nassen Wäsche durch die Gewichtskontrolle für das Gepäck beim Einchecken. Im Hotel verteile ich die Wäsche erst einmal im ganzen Zimmer und versuche mit dem Fön etwas Schadensbegrenzung zu betreiben. Ich hoffe nur, dass in diesem Moment keine Putzfrau kommt. Die würde sich über diesen Anblick wahrscheinlich köstlich amüsieren.

Das Ergebnis meiner Bemühungen war eher suboptimal: Während sich im Zimmer feuchtwarme subtropische Wärme ausgebreitet hat, tropfte die Wäsche immer noch. Mir blieb nichts anders übrig, als die nasse Wäsche in die Reisetasche zu stopfen. In Marokko würde sie schon trocken werden. Immerhin kann ich jetzt sagen, dass ich meine frisch gewaschene Wäsche tausende von Kilometern weit zum Trocknen bringe: Höhere Gewalt gegen Höhenflug, sozusagen.

Meine Reise nach Marokko ist übrigens keine Rund- oder anderweitig geführte Reise, sondern ich habe selbst den Flug und das Hotel günstig gebucht. Um die Ausflüge will ich mich dann kümmern, wenn ich dort bin. Für mich ist es immer wieder eine spannende Herausforderung, aus der Vielzahl der Angebote die günstigsten herauszufischen. Ich finde immer wieder welche, die zum Teil echt unglaublich sind und Flug, Hotel und Verpflegung günstiger anbieten, als ich zuhause dafür bezahlen würde. Aber da ich im Moment ja kein Zuhause habe, kann ich dort auch nicht günstiger leben :-)

Immerhin habe ich in diesem Jahr immer wieder festgestellt, dass es sich lohnt, am Abreisetag wirklich früher am Flughafen zu erscheinen und am Schalter nach einem Lastminute-Upgrade zu fragen. So wie dieses Mal, das Upgrade bekam ich für die Hälfte vom Preis, also 50 Prozent günstiger.

Den Flug übernimmt heute die Condor, beziehungsweise Thomas Cook Airlines. Ich fliege mit einer A 320 auf dem Sitzplatz 1C. Zwar war ich mir sogar fünf Minuten vor Abflug noch nicht ganz schlüssig, ob ich nicht meiner Erkältung zuliebe die Reise absagen und lieber hier zur Ruhe kommen soll, doch Freunde versicherten mir wirklich "glaubhaft", dass die Hospitale in Marokko gut seien..... Naja, so schlimm, wie das Kuh-Hospital in Indien kann es ja kaum werden.

Da gerade keine Schulferien sind, sind auch keine Familien mit kleineren oder größeren Kindern unterwegs. Dafür freuen sich unzählige Rentner über die künftigen sonnigen Tage, haben ihre Rheumasalbe zu Hause gelassen, den Rollator in der Garage parkiert und warten darauf, dass sie ihre Füsse in den heissen Sand stecken können. Besonders wenig gepflegte Herrenfüsse können auf diese Weise unauffällig vor den Blicken der Mitreisenden versteckt werden. Ob es wieder eine Schlacht um das Frühstücksbuffet geben wird?

Während die Mitarbeiterinnen von Condor am Ticketschalter und Check-In äusserst freundlich waren, glichen die belgischen Flugbegleiterinnen eher überempfindlichen Politessen, die keine Gnade beim Verteilen der Knöllchen kannten. Irgendwie ist ihnen ihr Lächeln wohl auf 10.000 Meter Höhe bei den Turbulenzen verrutscht.

Zu Essen gab es - welch Überraschung - Hühnchen mit Reis. Ich kam ja gerade frisch aus Indien zurück und dort gab es wirklich jeden Tag an mindestens einer Mahlzeit Hühnchen mit Reis. Ich muss glatt mal in den Ohren nachgucken, ob ich dort schon Reis und Hühnchen finde. Glücklicherweise fand ich auf dem Tablett noch Kartoffelsalat mit Fisch und Käse, ein Snickers als Nachspeise und ein Brötchen. Auch ein kleines Flugzeug stand auf dem Tablett, als Salz-und Pfefferstreuer. Vorne der Propeller liess sich abmontieren und gab dann den Streuer frei.

Das ist allerdings der Luxus, den es nur beim Premium Upgrade gibt, ebenso wie die Getränke. Die anderen Passagiere mussten sich mit einem kleinen Snack begnügen. Kopfhörer hätte ich dagegen kaufen müssen, doch da mich das Unterhaltungsprogramm nicht interessiert, lasse ich es. Die Radiosender machen hier oben ebenso Pause, wie das Lächeln der Flugbegleiterinnen.

Ich parke meinen ganzen Vorrat an Taschentüchern auf dem freien Platz neben mir. Gestern war in Deutschland Red Nose Day - und irgendetwas war ansteckend. Inzwischen sieht nämlich meine Nase der Nase eines Clowns nicht unähnlich. Ich hoffe nur, dass ich nicht so aufdringlich bin, wie dieser. Glücklicherweise dauert mein Flug ins Märchenland nur vier Stunden. Vielleicht finde ich dort eine alte Öllampe, die von einem dienstbaren Geist bewohnt wird oder kann meine gebrauchten Taschentücher gegen ein neues Kamel tauschen. Mal sehen.

Jedenfalls liege ich die ersten vier Tage in Agadir flach und bleibe brav in meinem Resort. Die Erkältung hat mich fest im Griff, so dass mir nichts weiter übrig bleibt, als alle Ausflüge abzusagen. Erst einmal gilt es, wieder auf Vordermann zu kommen.

Zum Glück habe ich mit dem Les Dunas d'Or eine super Anlage gewählt. Direkt am Strand gelegen, ist sie nur durch eine Promenade für Fussgänger von diesem getrennt. Allerdings ist für mich das Animationsprogramm auf der Bühne deutlich zu laut. Aber für meine Krankheit können die Jungs und Mädels ja nichts.

Über die ganze Fläche der Anlage sind unterschiedliche Bars, Pool Bars und Snack-Stände verteilt. Das ist für mich mit meinem Ultra Alll inklusiv Angebot super, auch wenn ich den Unterschied zwischen dem All inklusiv und dem Ultra All inklusiv nicht herausgefunden habe: Alle tragen die gleichen Armbänder und bekommen auch das gleiche Angebot.

Ich kann wahlweise im Restaurant vom Buffet essen oder in einem der anderen Spezialitäten-Restaurants essen. Alles ist für mich inklusive. Wenn ich denn essen könnte. Am Abend fällt das Essen aus, weil ich zum einen keinen Hunger habe und zum anderen zu viele Medikamente genommen habe. So kann sich mein in Indien wirklich vollgefutterter Bauch etwas erholen.

Als es mir wieder besser geht, heuere ich mir für die letzten drei Tage einen privaten Tourguide an und hoffe, dass er mir die schönsten Orte zeigen kann, auch wenn nur noch wenig Zeit dafür bleibt. Agadir ist wirklich eine Reise wert und - das ist jetzt meine Meinung - im Vergleich mit Tunesien wirklich lohnenswerter. Es ist hier sehr sauber, die Menschen sind aufgeschlossen und es ist wirklich sehr leicht, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen.

Mein privater Guide führte mich zu Stränden und an echt abgelegene Orte, bei denen ich aus dem Staunen nicht mehr herauskam. Wir waren in einem kleinen Surfer-Village, naschten einheimische Spezialitäten und sassen mitten unter den Menschen, die hier ihre Heimat haben. Da Ramadan war, wurde weder in den Bars noch in den Strandcafes Alkohol ausgeschenkt, doch die Jungs hatten wohl etwas zu rauchen dabei, das eine etwas andere Wirkung als eine normale Zigarette hatte. So bekam ich wenigstens für drei Tage lang einen kleinen Einblick, wie die Menschen hier rund um Agadir leben.

Am Wochenende war in Agadir richtig was los. Sämtliche Einheimischen haben Weekend gemacht, auch die von Marrakesch. Während die Frauen und Mädchen tief verschleiert auf der Beachpromenade flanieren, stellen die braungebrannten Jungs ihren Körper zur Schau und posieren, als gälte es in Miami Beach zu beeindrucken.

Am Abend verführte mich der Guide, so dass wir ein marokkanisches Restaurant aufsuchten. Dort gab es leckere Tajines, das sind traditionelle nordafrikanische Gerichte, die in einem speziellen Tontopf zubereitet werden, Die Tajine ist rund, aus Lehm gebrannt und hat einen spitzen Deckel, dessen Mulde oben mit Wasser gefüllt wird. Der Tontopf funktioniert wie ein Herd mit Umluft: Der Dampf steigt auf, kühlt oben ab und läuft an den Seiten wieder zurück in den Topf. Das Gericht wird direkt darin geschmort und serviert. Da Gemüse und Fleisch zusammen geschmort werden und praktisch im eigenen Saft garen, hat alles einen unglaublich guten Geschmack. In meiner Tajine waren Lammfleisch, Honig, Datteln, Zwiebeln, Mandeln, Kartoffeln, Karotten, Safran und noch weitere Gewürze drin, die ich nicht genau identifizieren konnte. Das hat so gut geschmeckt, dass ich allein wegen des Essens noch einmal hierher kommen muss. Die ganze Atmosphäre hier ist einfach großartig, so mit diesem lockeren und trotzdem gut organisierten Leben. Schliesslich gibt es neben Agadir und Marrakesch noch weitere Städte in Marokko, die ich dringend sehen möchte.

Erst einmal muss ich jedoch Abschied nehmen und meine nächste Destination ansteuern. Ich freue mich riesig auf Mexiko und die Geschichten über die Mayas.

Bis bald. 


                        

Reise gebucht bei: sonnenklar.TV
Reiseveranstalter: BigXtra Reisen
Hotel: Les Dunes D'Or
Fluggesellschaft: Condor 

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