Das bin ich ;-)

Das bin ich ;-)
Hallo

Dies bin ich, Marcel, aber meine Freunde nennen mich einfach "Hopi".

Nach meiner beruflichen Tätigkeit als Eventmanager und im Marketing / Verkauf bei einer Eventtechnikfirma, war ich einige Jahre selbstständig (Ideengeber von eventlokale.com) - doch irgendwann hatte ich genug davon. Ich nahm mir eine Auszeit und reiste durch die Welt.

2015 ging es los: Wohnung auflösen und alles verkaufen. Zunächst lernte ich für ein Vierteljahr Englisch in England. Neben dem Sprachunterricht blieb mir genügend Zeit für Land und Leute. Anschließend ging es über Spanien, Portugal, die Kanarischen Inseln, die Kapverden nach Asien, in die Türkei und nach Südamerika. Zwischen den ganzen exotischen Zielen war ich für kurze Zeit immer wieder mal in Europa.

In meinem Blog schreibe ich über meine Reisen, über das, was ich erlebt habe. Oft war es lustig, auch wenn es nicht auf den ersten Blick danach aussah: Schließlich ging auch einiges schief.

Ich berichte hier über meine Erfahrungen und erzähle euch, was ich auch unteranderem mit den Reiseveranstaltern wie sonnenklar.TV, bigXtra, e-kolumbus, Gebeco, Mediplus Reisen etc., den unterschiedlichen Fluggesellschaften und in den Hotels alles erlebt habe. (Reiseveranstalter Feedback)

Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen und wenn Ihr Fragen an mich habt, kontaktiert mich einfach.

Euer Hopi

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Montag, 11. April 2016

Halong Bay - Halong Bucht Vietnam mit dem Hotelschiff

Viet - Nam = Abseits des Südens.

Der Tag begann mit einem leckeren Frühstück in der luftigen Höhe des 12 Stockes, in dem sich das Hotel-Restaurant befand. Ich habe mir Nudeln mit Fleisch und Gemüse ausgesucht, ja, zum Frühstück. Die Hotelangestellten holten anschließend pünktlich das Gepäck aus dem Zimmer, so dass wir bereits kurz vor halb acht Uhr reisefertig waren. Der Bus fuhr los.

Wir fuhren über eine Schnellstrasse und hunderte von Reisfeldern zogen an uns vorbei. Gut 70 Prozent der Bevölkerung in Vietnam sind Bauern - und gut 70 Prozent beträgt auch der Anteil der Arbeitslosen in Vietnam. Die Bauern sind also arbeitslos, da sie weder eine Sozialversicherung, noch eine Arbeitslosenversicherung oder gar eine Rentenversicherung haben.

Der Bus hielt an einem grossen Reisfeld an, auf dem einige Frauen arbeiteten. Der Reiseleiter erzählte uns, dass aus einem einzigen Reiskorn etwa 30 Reisstöcke entstehen, von denen jeder einzelne gut 100 Reiskörner trägt. Von einem Reiskorn können somit 3000 Reiskörner geerntet werden. Das finde ich schon sehr beachtlich. Zweimal im Jahr kann der Reis geerntet werden. Überhaupt exportiert Vietnam so viel Reis, dass es weltweit der zweitgrösste Exporteur ist. Rund um die Reisfelder sind Abgrenzungen aus Plastik gesteckt. Diese zeigen allerdings nicht an, wo ein Feld anfängt und das nächste aufhört, sondern sie sind ein Schutz gegen Ratten. Diese lieben den Reis, der hier angebaut wird und fressen alles, was sie erwischen.

Die Fahrt bis zur Bucht von Halong dauerte rund vier Stunden lang. Diese Zeit nutzte unser Reiseleiter ausgiebig und informierte uns ausführlich über die Geschichte Vietnams. Ursprünglich hatte er Physik studiert und verdient sich jetzt als Reiseleiter ein paar vietnamesische Dong zu seiner Rente dazu. Er übersetzte uns den Namen "Vietnam": Viet heisst soviel wie ausserhalb oder abseits und Nam heisst Süden. Beides zusammen heisst dann Vietnam oder "abseits im Süden".

Auf manchen Reisfeldern standen Gräber, manchmal sogar richtige Grabtempel. Diese wurden errichtet, weil die früher die Toten der Tradition nach zweimal bestattet wurden: Direkt nach dem Tod fand die erste Bestattung statt, auch wenn weder der richtige Platz noch die richtige Zeit dafür gefunden war. Starb ein Mensch, wurde sein Körper auf dem Friedhof bestattet. Die Seele allerdings wurde von den Angehörigen wieder zurück nach Hause gebracht, damit der Tote die Lebenden auch weiterhin unterstützen konnte. Ungefähr drei Jahre später wenden sich die Angehörigen an einen Wahrsager, der ihnen nach der Feng-Shui-Tradition das genaue Datum und den Ort für die Beerdigung mitteilt. Dieser Ort kann auch mitten in einem Reisfeld liegen. Die Angehörigen kaufen dann ein kleines Stück Erde und beerdigen dort den Toten ein zweites Mal. Der älteste Sohn des Verstorbenen ist dazu verpflichtet, die Knochen sorgfältig zu säubern, wenn sie vom Friedhof geborgen werden. Zweimal jährlich besuchen die Angehörigen das Grab, damit der Verstorbene sie auch weiterhin unterstützt: Da die Vietnamesen den Todestag feiern, kommen sie kurz zuvor zum Grab und laden den Verstorbenen ein. Anschließend kommen sie noch einmal zum Grab, um sich bei ihm zu bedanken und um weitere Unterstützung zu bitten. Traditionell wird übrigens in Vietnam nur der Todestag gefeiert. Daran ist übrigens auch der Glaube an den Teufel nicht ganz unbeteiligt: Würde beispielsweise das Alter eines über 70jährigen verraten, würde der Teufel erfahren, dass dieser noch lebt. Erst die jüngeren Vietnamesen feiern auch die Feste, wie sie überall üblich sind. Ob deswegen so viele Menschen jünger als 35 Jahre sind, weil die älteren alle der Teufel geholt hat?

Als der Bus in der Halong-Bucht ankam, war ich ganz geflasht vom fünf-Sterne-Hotelschiff der Goldencruise, dass bei der Tuan Chau Mairna auf uns wartete. Ich bekam die Kabine 312, war also auf dem obersten Kabinendeck untergebracht. Das hatten wir unserem aufmerksamen Reiseleiter zu verdanken, der sich nicht nur um ein fünf-Sterne-Schiff gekümmert hatte, sondern auch darum, dass unsere Reisegruppe ganz oben logieren durfte. Der anderen Reisegruppe blieb das Deck weiter unten. Als ich mein Zimmer betrat, wurde ich fast von dem vielen Gold geblendet, mit dem dieses ausgeschmückt war. Auch der Balkon versprach einen fantastischen Ausblick. Leider zeigte sich nur das Wetter nicht von seiner allerbesten Seite, sondern blieb trüb und wolkig. Solange die Sonne nicht scheint, kann ich keine Fotos machen, auf denen strahlend blauer Himmel zu sehen ist.

Es dauerte nicht lange, bis der kleine Hoteldampfer ablegte und in die Halong Bay hinausschipperte. Überhaupt ist die Bucht von Halong eines der beliebtesten Reiseziele in Vietnam.

Eine Sage erzählt, wie die Halong-Bucht einst entstand: Als die Mongolen das kleine Vietnam überfallen wollten, kam den Vietnamesen ein Drache zu Hilfe. Er zertrümmerte mit kräftigen Schwanzschlägen die Landschaft und schuf so ein Hindernis, welches sich den Mongolen in den Weg stellen sollte. Weil das dem Drachen noch nicht reichte, tauchte er tief hinunter ins Meer, damit die neu entstandenen Täler mit Wasser geflutet wurden. Was meinst du, könnte die Geschichte der Wahrheit entsprechen? Vielleicht...

In der Bucht ragen tausende kleiner Kalkfelsen aus dem Meer, die meisten von ihnen sind nur kleine grüne und felsige Inseln, die nicht von Menschen betreten werden dürfen. Immerhin gehört die Bucht von Halong zum Weltnaturerbe der UNESCO und wie ich finde, auch völlig zu Recht. Gleich nachdem wir unsere Kabinen bezogen und den ersten positiven Eindruck auf uns wirken lassen konnten, wurde das Mittagessen serviert. Für diejenigen aus der Reisegruppe, die Meeresfrüchte mögen, gab es eine Auswahl von acht Köstlichkeiten aus dem Meer. Alle anderen - darunter auch ich - bekamen etwas anderes spezielles.

Während wir tafelten, glitt das Schiff ganz ruhig und sanft durch die Halong Bay zur Sung Sot-Höhle, die auch "Überraschungshöhle" genannt wird. Die Landschaft war einfach nur beeindruckend. Je weiter wir in die Bucht hineinkamen, desto paradiesischer schien sie mir. Ich genoss vom obersten Deck aus den Anblick dieser ganz speziellen Wasserwelt.Der Alltag zu Hause war ebenso vergessen, wie der lange Flug von Frankfurt bis Hanoi. Hier war einfach das Paradies. An der Sung Sot-Höhle angekommen, wurden wir zünftig mit Schwimmwesten ausgerüstet, bevor wir in das kleine Beiboot stiegen. Mit diesem fuhren wir zum Eingang der Höhle: Die Sung-Sot Höhle ist die grösste Höhle, die hier bis jetzt gefunden wurde.

Zunächst ging es auf einer Treppe mehr als 200 Stufen nach oben, bis wir zu einem schmalen Eingang kamen: Hier ging es anschliessend wieder nach unten in die Tropfsteinhöhle. Schnell wurde uns allen bewusst, warum diese Höhle auch "Überraschungshöhle" genannt wird. Die ganze riesige Höhle wurde mit farbigem Licht ausgeleuchtet. Jeder von uns trug auf diese Weise wohl einen bleibenden Eindruck mit nach Hause. Wenn du die Höhle irgendwann einmal selbst besuchst, dann achte doch bitte auf die rote "Überraschung", die sich mitten in der Höhle befindet. Wir hatten ausreichend Zeit zur Erkundung der Höhle, durften die Wege erforschen und sämtliche Winkel erkunden. Doch es schien, als wäre eine solche Höhlentour kein Abenteuer für Jedermann. Einigen aus der Reisegruppe machte die feuchte und schwüle Luft in der Höhle zu schaffen. Zwei jüngere Frauen aus der Gruppe halfen beispielsweise einem älteren Herrn, der verwirrt durch die Höhle irrte, dabei seine Frau und den Ausgang suchte. In der Nähe des Einganges endete schliesslich unser Rundgang in der Höhle.

Wir stiegen die 200 Stufen wieder nach unten zu unserem kleinen Beiboot. Das brachte uns direkt auf die Ti Top Insel, die mir bereits am Vortag aufgefallen war. Ti Top ist eine kleine Insel, auf der die Touristen Eintritt zahlen müssen, wenn sie diese betreten wollen. Auf dieser Insel gibt es einen kleinen, sehr überschaubaren Strand. Hier konnten wir uns etwa eine Stunde lang vergnügen. Ich wollte aber noch etwas Action und bin noch einmal 400 Stufen nach oben gestiegen. Die Treppe führte auf einen Felsen, von dem ich einen weiten Blick auf diese wunderbare Bucht werfen konnte. Allerdings sind 400 Treppenstufen schon eine ganz schöne Herausforderung an die körperliche Kondition. Auch an meine. Ich kam ziemlich schwitzend und keuchend oben an. Doch die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt: Der Ausblick von hier oben ist einfach fantastisch und dürfte bei sonnigem Wetter noch weitaus intensiver sein. Wer einmal hierher kommt, sollte sich die Mühe des Aufstieges machen. Er wird wirklich für die Anstrengung belohnt.

Allerdings fand ich auch den Abstieg anstrengend und schwierig. Meine Knie haben sich ordentlich darüber beschwert, dass ich mit ihnen all diese Treppen nach unten gestiefelt bin. Am Sandstrand schlotterten mir zwar die Knie, doch ich war wohlbehalten zurück und gönnte mir zur Belohnung für die Anstrengung noch ein erfrischendes Bier. Anschliessend gab es Abendessen und Happy Hour Apero auf dem Schiff.

Tai Chi bei Sonnenaufgang
Heute liess ich mich von meinem Wecker bereits früh um fünf wecken. Dadurch war zwar die Nacht recht kurz, doch ich duschte schnell, putzte meine Zähne, zog mir meine Sachen an und flitzte aufs Oberdeck. Unser Reiseleiter hatte uns nämlich gestern Abend noch einen wunderschönen Sonnenaufgang versprochen. Da hier die Sonne früh aufsteht, musste ich also auch früh aus den Federn. Schließlich gibt es Momente im Leben, die - einmal verpasst - nie mehr wiederkommen. Die muss man einfach erleben.
Leider war die Umgebung in Nebel gehüllt und bot einen mystischen Eindruck, als ich das Deck betrat. Hier schien zunächst kein Sonnenaufgang in Sicht. Also warteten wir einfach eine kleine Weile, schliesslich stand ab 6 Uhr Tai-Chi auf dem Programm. Frühsport also. Da viele der Mitreisenden gestern bereits ab 21 Uhr in ihrer Kabine waren, standen erstaunlich viele von ihnen hier oben auf Deck und guckten.

Ich dachte mir, hey, warum soll ich nicht einmal etwas machen, was ich sonst nie machen würde? Ich stellte mich also gemeinsam mit allen anderen Frühaufstehern vor den sportlichen Tai-Chi-Lehrer. Wenn so etwas auf meiner Reise schon geboten wird, dann kann ich das auch einmal ausprobieren. Jeder brachte so viel geistige Energie, sportlichen Ehrgeiz und viel Chi auf, wie er konnte, um damit die unterschiedlichen Figuren des Lehrers nachzuahmen. Bald musst auch die Sonne über uns lachen und kam zum vorschein...

Es war lustig und wohltuend zugleich. Ausserdem war ich wirklich stolz auf mich: Mag sein, dass ich mich etwas tollpatschig angestellt habe, aber ich habe echt und ernsthaft mitgemacht. Nur hatte ich nicht erwartet, dass mich diese langsamen und schwungvollen Bewegungen in der frühmorgens bereits schwülen Meeresluft tatsächlich ins Schwitzen bringen würden. Aber was solls. Ich hab mich eben einfach noch einmal geduscht.

Zum Frühstück gab es Nudelsuppe und andere Leckereien, damit wir gestärkt zu unserem nächsten Ausflug starten konnten: Wir besichtigten die Luon Höhle. Dazu stiegen wir in ein ganz spezielles kleines Boot, das von jungen und kräftigen Männern gerudert wurde. Bei der Durchfahrt musste ich den Kopf ganz schön einziehen, hier war alles sehr niedrig.

Auf der anderen Seite erwartete uns eine kleine Bucht, die von Dschungel und hohen Felsen umgeben war. Es war unglaublich ruhig hier in dieser Höhle. Mir fehlte eigentlich nur noch ein kleiner Strand, dazu ein Bungalow aus Bambus und eine Tür, mit der ich die Höhle einfach hinter mir abschliessen würde. Dann könnte ich hier in Ruhe eine ganze Weile bleiben. Glücklicherweise werden aber nicht alle meine Wünsche erfüllt, schliesslich wollen ja auch noch andere den Zauber der Luon Höhle erleben. Das war der letzte Teil unserer Schiffsreise über die Bucht von Halong. Das Schiff brachte uns wieder zum Hafen zurück, wir stiegen aus und betraten unseren Bus. Mit diesem wurden wir zurück nach Hanoi gebracht, aber nicht zum Hotel, sondern zum Flughafen. Schliesslich fliegen wir heute weiter, damit wir unser nächstes Ziel dieser Reise erreichen.

Ich möchte mich vor allem bei Vu bedanken, unserem Reiseleiter. Mit ihm war der Start in diese dreiwöchige Rundreise einfach toll. Jetzt bin ich auf die nächsten Ziele gespannt. Ob sie meine bisherigen Erlebnisse noch toppen werden?



                                                                      

Gebucht über: sonnenklar.TV
Reiseveranstalter und Bezahlung: e-kolumbus / e-domizil GmbH
Tourveranstalter: Gebeco Länder erleben
Hotel: 5 Sterne Hotelschiff der Goldencruise
Reiseleiter: VU

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