Das bin ich ;-)

Das bin ich ;-)
Hallo

Dies bin ich, Marcel, aber meine Freunde nennen mich einfach "Hopi".

Nach meiner beruflichen Tätigkeit als Eventmanager und im Marketing / Verkauf bei einer Eventtechnikfirma, war ich einige Jahre selbstständig (Ideengeber von eventlokale.com) - doch irgendwann hatte ich genug davon. Ich nahm mir eine Auszeit und reiste durch die Welt.

2015 ging es los: Wohnung auflösen und alles verkaufen. Zunächst lernte ich für ein Vierteljahr Englisch in England. Neben dem Sprachunterricht blieb mir genügend Zeit für Land und Leute. Anschließend ging es über Spanien, Portugal, die Kanarischen Inseln, die Kapverden nach Asien, in die Türkei und nach Südamerika. Zwischen den ganzen exotischen Zielen war ich für kurze Zeit immer wieder mal in Europa.

In meinem Blog schreibe ich über meine Reisen, über das, was ich erlebt habe. Oft war es lustig, auch wenn es nicht auf den ersten Blick danach aussah: Schließlich ging auch einiges schief.

Ich berichte hier über meine Erfahrungen und erzähle euch, was ich auch unteranderem mit den Reiseveranstaltern wie sonnenklar.TV, bigXtra, e-kolumbus, Gebeco, Mediplus Reisen etc., den unterschiedlichen Fluggesellschaften und in den Hotels alles erlebt habe. (Reiseveranstalter Feedback)

Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen und wenn Ihr Fragen an mich habt, kontaktiert mich einfach.

Euer Hopi

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Montag, 18. April 2016

Phnom Penh und Speedboot Chau Doc

Land, Leute und pralles Leben.

Gleich früh am Morgen fahren wir mit dem Mekong Express Limousin Bus von Siem Reap nach Phnom Penh. Dieser Bus wird auch von Einheimischen genutzt und er wird voll. Neben mir sitzt ein Vater, der sein Kind auf den Knien sitzen lässt. Zu Beginn der Reise bekommt jeder eine Flasche Wasser und einen kleinen Snack, dann geht es los.

Die Tour führt von Siem Reap durch drei weitere Provinzen Kambodschas zur Hauptstadt. Der Bus ist sechs Stunden unterwegs und legt dabei etwa 300 Kilometer zurück. Das klingt zwar nicht nach "Express", wie wir ihn in Europa verstehen, aber dafür gibt es hier auch keine Autobahnen.

Wir bewundern die trockene, weitläufige Landschaft rechts und links, es geht durch Dörfer mit leckeren Imbiss-Ständen. Wir fahren an Einheimischen vorbei, die uns winken, über eine Strasse mit Schlaglöchern und Baustellen, an denen längst niemand mehr baut. Hin und wieder überqueren Kühe mit einer solchen Gelassenheit die Strasse, als gäbe es überhaupt keinen Verkehr.

Nach etwa drei Stunden ist die Hälfte der Fahrzeit geschafft und der Bus stoppt für eine zwanzigminütige Pause. Wir müssen alle aussteigen und auch sämtlichen Kram mitnehmen. Während einige der Mitreisenden ein Restaurant aufsuchen, gehen die anderen - darunter ich - über einen kleinen Markt, an dem es eine Strassenküche gibt.

Was gäbe ich jetzt darum, wenn ich einfach aussteigen und hier für eine Weile bleiben könnte. Unmöglich. Die Gruppenreise lässt solche Einzeltouren nicht zu. Dabei würde ich so gerne die einzelnen Orte an der Strasse länger sehen, mit den Einheimischen schwätzen und lecker essen. Aber irgendwann komme ich wieder, fahre mit einem Motorbike durch Kambodscha und halte überall an, wo es schön ist.

Heute schreibe ich dafür auf meinem Platz zwischen Fenster und dem Vater mit Kind meinen Reiseblog und berichte euch über meine tolle Reise, die für mich wirklich unvergesslich bleiben wird.

Happy Songkran Marcel ;-)

Sechs Stunden nach unserer Abfahrt kamen wir in Phnom Penh an, bleiben hier allerdings keine 24 Stunden lang.

Phnom Penh ist eine moderne Stadt, in der fast zwei Millionen Einwohner leben. Es ist die Hauptstadt des Landes und auch die Stadt mit der bedeutendsten Wirtschaftskraft. Unter dem Regime der Roten Khmer war Phnom Penh fast menschenleer, lediglich 20.000 Funktionäre und Eliten lebten damals noch hier.

Mitten durch die Stadt fliesst der Mekong, auf dem wir am nächsten Tag mit einem Speedboot zurück nach Vietnam düsen wollen.

Unmittelbar nach unserer Ankunft führte uns der Reiseleiter zum Königspalast und zur Silberpagode. Im Königspalast residiert auch die Familie von König Norodom Sihamoni, dieser Bereich darf allerdings von den Besuchern nicht betreten werden.

Auf gut sechs Hektar Fläche stehen neun Gebäude, die alle zum Königspalast gehören. Der Thronsaal ist mit seiner Höhe von fast 60 Metern das auffälligste Gebäude, leider durften wir ihn nicht betreten, sondern nur die äussere Schönheit bewundern. Selbst fotografieren ist nicht erlaubt, wer es dennoch versucht, wird schnell von den Damen und Herren der Security darüber mit scharfen Worten darauf hingewiesen. Die Silberpagode durften wir auch von innen sehen. In dieser sind die ganzen Geschenke untergebracht, viele davon aus Gold und Silber, die der König bereits bekommen hat. Hier war selbst der ganze Boden mit silbernen Platten belegt.

Auch wenn viele Mitreisende lieber an den Pool, ins Hotel oder an die Promenade gegangen wären, hielten wir noch beim Nationalmuseum. Einige blieben draussen und warteten lieber ab, bis die anderen zurückkamen.

Am Abend ging ich in der Ibiza Sky Lounge essen. Diese befindet sich an der Promenade im fünften Stock eines Hotels. Leider gibt es keinen Lift, sondern ich musste jede Stufe einzeln erklimmen. Dafür hat sich aber die Aussicht mehr als gelohnt.

Selbstverständlich habe ich auch in die berüchtigte Seitenstrasse gelinst, in denen zahlreiche Bars und Massageshops um Kunden warben, genehmigte mir einen kühlen Drink und verfolgte von der Terrasse aus das muntere Treiben der Touristen.

Der Tag war anstrengend - und ich freue mich auf morgen, wenn es mit dem Speedboot zurück nach Vietnam zurück geht.

Mit dem Speedboot von Phnom Penh nach Chau Doc.

Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön... mit diesem Ohrwurm reiste ich von Phnom Penh nach Chau Doc, verliess Kambodscha und kehrte nach Vietnam zurück.

Auch wenn das Boot schnell unterwegs war, konnten wir das Treiben auf dem Mekong wunderbar beobachten. Der Fluss gilt bis heute als lebendige Lebensader Südostasiens.

Auf dem Speedboot der Mandarin Cruise waren aussen zehn und innen 45 Plätze. Selbstverständlich wollten alle gerne draussen sitzen und die schöne Landschaft pur geniessen.

Das Gepäck kam unter das Deck, die Bar war ein kleiner Gefrierschrank und die Toilette spülte alles direkt in den Fluss.

Als das Boot ablegte, kam es mir vor, als wolle mir der Wind meine letzten Haare vom Kopf wehen - so schnell zischte es los. Während sich die einen über die willkommene Erfrischung freuten, beschwerten sich die anderen über den Luftzug.

Es ging an einsamen kleinen Dörfern vorbei, in denen Hütten aus Bambus und Holz standen. Kinder spielten am Ufer und winkten uns freudig zu, ein Bauer wusch gerade seinen Wasserbüffel im Fluss.

Aus der Kabine kam der Bootsjunge und bat die etwas stabiler gebauten Herren auf die rechte Seite des Bootes - wir hätten sonst Schlagseite. Ob das nun an den Herren oder am ungünstig verteilten Gepäck lag, das haben wir allerdings nicht ausprobiert. Wir wechselten die lieber Seite, bevor das Boot kenterte.

Erschütternd fand ich die unglaublichen Mengen an Abfall, die sich entlang des Flusses überall türmten: Viele Menschen werfen wohl einfach alles, was sie nicht mehr brauchen können, hinter dem Haus ins Wasser.

Dabei ist die Natur so unglaublich schön hier. Ob das die Einheimischen nicht wissen? Oder haben sie einfach keine andere Möglichkeit, ihren Müll zu entsorgen? Ist ihnen ihre Umgebung so gleichgültig? Ich weiss es nicht.

Ich liebe diese Welt, so schön wie sie ist. Sie ist voller Farben, voller Schönheit, bietet grenzenlose Freiheit. Ganze Wälder mit Palmen und grosse Bananenplantagen ziehen an uns vorbei. Ich würde so gerne ins Wasser springen, ans Ufer schwimmen, mich dort niederlassen und diese unglaubliche Ruhe geniessen: Ausser einigen wenigen Booten gibt es auf oder am Fluss nichts. Rein gar nichts. Das wäre doch der perfekte Ort für einen Aussteiger, wie ich es gerne sein würde.

Den Kaffee und das Mineralwasser gab es gratis auf dem Boot, dazu eine kleine Lunchbox gegen den Hunger. Das Bier kostete auf dem Boot so wie überall einen Dollar.

Nach drei Stunden Fahrt mit dem Schnellboot über den Mekong näherten wir uns der Grenze nach Vietnam. Wir waren ganz gespannt darauf, ob die Zollformalitäten reibungslos ablaufen, oder ob es dabei grössere Probleme geben wird.

«Ladies and Gentlemen, in ten minutes we arrived Vietnam. Please take your passport and follow me", forderte uns der chice vietnamesische Bootsjunge auf.

Dann stellte sich alles als ganz einfach heraus: Wir stiegen über eine hohe Treppe vom Boot zum Zollhäuschen auf der kambodschanischen Seite. Dort gab jeder seinen Reisepass ab und ging zurück auf das Boot. Die Pässe blieben alle dort versammelt und wurden korrekt abgestempelt.

Mit dem Boot fuhren wir nur eine kurze Strecke weiter und kamen fünf Minuten später beim vietnamesischen Zoll an. Das war ein kleines Häuschen, das direkt am Ufer des Mekong auf dem Wasser schwamm. Wir nahmen im Wartesaal Platz, einige aus der Reisegruppe kauften sich eine Erfrischung vom kleinen Kiosk, der hier stand.

Es dauerte lediglich eine Viertelstunde, bis der sympathische Bootsjunge zurückkam und unsere Pässe wieder an uns austeilte.

Willkommen, Vietnam. Wir sind wohlbehalten wieder zurück.



                                                            

Gebucht über: sonnenklar.TV
Reiseveranstalter und Bezahlung: e-kolumbus / e-domizil GmbH
Tourveranstalter: Gebeco Länder erleben
Hotel in Phnom Penh: Ohana Hotel Phnom Penh - 4 Sterne Hotel
Hotel in Chau Doc: Chau Pho Hotel - 3 Sterne Hotel

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