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Donnerstag, 31. Dezember 2015

Silvester in Bangkok: Fünf Stunden früher als in der Schweiz

Little Thailand, Feuerwerk und feines Geburtstagsessen für Dino!

Am letzten Tag des Jahres ist nicht nur Silvester, sondern auch der Geburtstag eines Freundes. Ich gratulierte ihm schon beim Frühstück mit einem Ständchen, was er zwar cool fand, aber wohl auch genervt hat.

Da uns ein Einheimischer verraten hat, dass es ganz in der Nähe Bangkoks einen Park gibt, in dem viele Sehenswürdigkeiten Thailands en miniature zu sehen sein sollen, wollten wir genau dorthin. Mit dem Taxi fuhren wir etwa eine Dreiviertelstunde lang in Richtung Golf von Thailand, bis wir 30 Kilometer vor Bangkok den Park erreichten, dessen Eingang mit "The ancient City" überschrieben war.

Der Park ist eigentlich ein Freilichtmuseum der thailändischen Architektur und hat von oben gesehen die Form des Landes. Ich hätte in die Luft gehen müssen, wenn ich das bewundern wollte, was die Vögel auf ihrem Flug einfach so sehen können. Besonders cool fand ich ja, dass wir durch diesen doch recht großen Park nicht laufen mussten: Am Eingang stehen Fahrräder zur kostenlosen Ausleihe parat. Immerhin sind 128 Hektar so groß wie 256 Fußballfelder. Wem das Fahrradfahren auch noch zu anstrengend ist, der kann sich einen Golf Car mieten oder mit dem kleinen Touristenbus mitfahren.

Wir fuhren jedenfalls mit dem Rad die ganzen Sehenswürdigkeiten ab, die hier wie in echt nachgebaut wurden. Wir radelten an künstlichen Wasserläufen und Seen entlang, sahen aufgeschüttete Berge und eine ganze Menge Tempel, Statuen und nachgebaute Gebäude. Wir hatten einen Plan bekommen, auf dem die Sehenswürdigkeiten verzeichnet waren. Innerhalb des Parks sind sie sogar geografisch korrekt angeordnet.

Allerdings strengt auch eine Tour mit dem Fahrrad auf Dauer an. Doch wir konnten ja so viele Pausen machen, wie wir wollten. Am See gab es kleine Restaurants mit sehr leckerem, aber auch sehr scharfem Essen.

Nachmittags kehrten wir ins Hotel zurück und machten uns fein. Zum Geburtstag hatte ich meinem Freund und seine Mutter zu einer River-Silvester-Bootsfahrt überredet.

Ich hatte für uns einen Tisch auf dem Open Air Deck reserviert, damit wir das Feuerwerk um Mitternacht vor der Kulisse von Bangkok ungestört genießen konnten. Als wir auf dem Schiff eintrafen, wurden wir allerdings unten im Saal platziert. Da hatten wir zwar eine gute Aussicht auf das wirklich leckere Büffet, doch vom Feuerwerk würden wir hier unten nur wenig sehen. Wir redeten mit dem Personal, reklamierten, insistierten, bestanden darauf, dass wir wirklich oben einen Tisch gebucht hatten, tranken inzwischen ein Glas Prosecco auf den Geburtstag und als die Gäste kamen, die den Tisch reserviert hatten, an dem wir saßen, bemerkten die Mitarbeiter, dass sie uns doch lieber oben platzieren sollten. Wunderbar.

Wie wir es geplant hatten, konnten wir jetzt vom Freideck aus den einzigartigen Anblick der Skyline von Bangkok genießen. Das Boot tuckerte ruhig über dem Mae Nam Chao Phraya River, die ehemalige Hauptschlagader von Bangkok, wir genossen ein wunderbares Essen und bewunderten später das grandiose Feuerwerk, mit dem das neue Jahr in Bangkok begann, fünf Stunden vor Mitternacht nach Schweizer Zeit.

... ich wünsche Dir: Happy Birthday und Happy New Year.

              

Park: The Anciente City
Riverboot: Thai Rivercruise

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Wie man in Bangkok "günstig" vorwärts kommt;-)

Ein unvergessliches günstiges Erlebnisse in Bangkok. 

Wir wollten was erleben, wir wollten etwas sehen - und das haben wir auch tatsächlich gemacht:

Der Große Palast, auch Königspalast genannt, gehört zu Bangkok wie das Brandenburger Tor zu Berlin. Ein Besuch ist hier quasi Pflicht, zumal zum Gelände auch noch die Tempelanlage Wat Phra Khaeo gehört, der Tempel des smaragdenen Buddhas. Nach dem Frühstück begaben wir uns auf den Weg und fuhren mit der Metro bis zur Endstation Hua Lamphong. Von hier aus könnte man zu Fuss quer durch China Town bis zum Palast laufen - das war uns aber zu weit. Wir hatten eigentlich vor, uns ein Taxi oder Tuk-Tuk zu nehmen, als uns direkt am Ausgang der Metro ein netter Herr ansprach und fragte, woher wir kämen und was wir machen wollten. Wir kamen ins Gespräch und er erklärte uns, dass der Palast mittags geschlossen sei. Wir müssten bis zum Nachmittag warten, wenn wir diesen besichtigen wollten. Wir könnten ja in der Zwischenzeit eine Bootstour machen, schlug er uns vor. Da diese am Eingang des Palastes enden würde, könnten wir direkt danach den Großen Palast besuchen.

Wir fanden die Idee super. Praktischerweise stand gleich ein Tuk-Tuk parat, mit dem wir rasant und mit cool wehenden Haaren im Wind zum Pier fuhren. Zwar mussten wir für das Tuk-Tuk und die Bootsfahrt einen stolzen Preis zahlen, aber hey, wir waren im Urlaub und wollten uns auch mal etwas gönnen. Auch das Boot lag schon bereit am Pier, so dass wir - nach Bezahlung - gleich einsteigen konnten. Wir fuhren eine Weile über den Chao Phraya, der wirklich sehr schmutzig schien, später auch durch kleine Kanäle - die hier Khlong heißen, wurden durch coole Schleusen geschleust und passierten einen schwimmenden Kiosk. Hier machten wir kurz Halt, gönnten uns ein Bier und fuhren bis zum Pier Tha Chang, der sich in der Nähe des Palastes befindet.

Es war cool, wir hatten viel Spass miteinander, auch wenn wir hinterher festgestellt haben, dass wir zu viel fürs Tuk-Tuk und die Bootsfahrt bezahlt haben und der Palast in Wirklichkeit auch über Mittag geöffnet war.

Als wir am Pier ankamen, stiegen wir aus und wurden von einem Mann empfangen, der 40 Baht von mir wollte. Das sei eine Landing Tax, die müsse ich bezahlen. Das sah ich anders, schließlich hatte ich schon die Bootsfahrt teuer bezahlt. Mir platzte der Kragen und ich sagte dem kleinen Mann laut und deutlich meine Meinung dazu. "You are a verry verry bad man", entgegnete er. Soso. Dann bin ich eben ein schlechter Mensch. Wir gingen an dem kleinen Mann einfach vorbei - und die Leute, die meine Auseinandersetzung neugierig beobachtet hatten, folgten uns und bezahlten ebenfalls keine Landing Tax. Also bitte.

Dann gingen wir in den wirklich zauberhaften Palast hinein, der sofort eine beruhigende Wirkung auf mich hatte: Ommmmm. Auf den Fotos lächeln wir dann auch ganz entspannt.