Das bin ich ;-)

Das bin ich ;-)
Hallo

Dies bin ich, Marcel, aber meine Freunde nennen mich einfach "Hopi".

Nach meiner beruflichen Tätigkeit als Eventmanager und im Marketing / Verkauf bei einer Eventtechnikfirma, war ich einige Jahre selbstständig (Ideengeber von eventlokale.com) - doch irgendwann hatte ich genug davon. Ich nahm mir eine Auszeit und reiste durch die Welt.

2015 ging es los: Wohnung auflösen und alles verkaufen. Zunächst lernte ich für ein Vierteljahr Englisch in England. Neben dem Sprachunterricht blieb mir genügend Zeit für Land und Leute. Anschließend ging es über Spanien, Portugal, die Kanarischen Inseln, die Kapverden nach Asien, in die Türkei und nach Südamerika. Zwischen den ganzen exotischen Zielen war ich für kurze Zeit immer wieder mal in Europa.

In meinem Blog schreibe ich über meine Reisen, über das, was ich erlebt habe. Oft war es lustig, auch wenn es nicht auf den ersten Blick danach aussah: Schließlich ging auch einiges schief.

Ich berichte hier über meine Erfahrungen und erzähle euch, was ich auch unteranderem mit den Reiseveranstaltern wie sonnenklar.TV, bigXtra, e-kolumbus, Gebeco, Mediplus Reisen etc., den unterschiedlichen Fluggesellschaften und in den Hotels alles erlebt habe. (Reiseveranstalter Feedback)

Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen und wenn Ihr Fragen an mich habt, kontaktiert mich einfach.

Euer Hopi

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Samstag, 21. Mai 2016

Jeep Safari, Opium, Kaffeefahrt in Jodhpur, Schloss bei Khairwa

Als Schlossherr lässt es sich gut gehen.

Bevor unsere Fahrt eigentlich losging, stoppte unser Bus an einem Lagerhaus in Jodhpur. Da davon nichts auf unserem Programm stand, waren wir alle sehr überrascht, stiegen aus dem Bus und es ging in das grosse Lagerhaus hinein. Mit den Worten "folgen Sie mir in den Textilkeller" wies der Chef gleich den Weg, den wir zu nehmen hatten. Die Ausmasse dieses Kellers waren riesig, innen war das reinste Chaos aus Bergen von Stoff, in denen ich kaum erkennen konnte, ob ich eine Bettdecke, ein Teppich oder einen Wandteppich vor mir hatte.

Es ging in einen abgetrennten Raum, in dem die heisse Luft nur so stand und eigentlich wollten alle gleich wieder gehen. Doch der Chef begann mit seinem sorgfältig einstudierten Verkaufsgespräch. Verkäufer zeigten uns in kurzem Takt schöne Decken, zu denen der Chef die passende Story erzählte: Diese Decke sei ursprünglich für Hermes in Paris oder Versace in Italien hergestellt, es gäbe überhaupt nur noch vier Stück davon und wer eine solche wolle, könne hier unbedingt davon profitieren. Während Hermes oder Versace für diese Decke 2000, 3000, ja sogar 5000 Euro verlange, könne man diese Decke aus Seide oder Kashmere für nur unglaubliche 150, 170 oder 180 Euro kaufen.

Haha. Ich kam aus dem Kichern fast nicht mehr heraus: Hat jemand von euch schon einmal ein Verkaufsseminar besucht? Auf dem versucht der Verkäufer mit gezielt ausgewählten Worten seinem Kunden einzureden, wie unglaublich preiswert diese Produkte seien, die es nur jetzt und nirgendwo sonst gibt. Wer dann etwas kauft, hat dann etwas erstanden, was er zu Hause keineswegs braucht, oft passt es nicht, es lässt sich nicht waschen oder die Farben bleichen aus.

Und, ganz ehrlich: Welcher Top-Designer würde wohl seine speziell designten Produkte mit seinem Copyright zu einem Preis verkaufen, der weit unter dem Wert liegt, den er auf dem normalen Markt dafür erzielt? Dass gilt auch für defekte Waren oder Ausschuss. Ich habe selbst einmal T-Shirts für meine Firma herstellen lassen. Als davon welche in minderer Qualität gefertigt wurden, habe ich mir schriftlich vom Hersteller bestätigen lassen, dass dieser alle T-Shirts vernichtet. Das wird eine Weltmarke sicherlich genauso machen.

Aber wer weiss, vielleicht ist es in Wirklichkeit doch ganz anders. Ich wünsche jedenfalls allen, die etwas gekauft haben, dass sie lange ihre Freude an den Dingen haben werden.

Die Fahrt geht weiter und wir erreichen nach etwa zwei Stunden unser nächstes Hotel, das Fort Khejarla Royal Spa. Das Hotel ist ein umgebautes, ja, was eigentlich? Ein Schloss, eine Burg oder ein Fort?

Einfach nur Wow. Das ist wirklich toll, auch wenn es auf einem kleinen Hügel steht und so abgelegen ist, wie die Hotels zuvor. Doch, dieses Hotel ist einfach nur unglaublich, ein Traum von Hotel gewissermassen. Wer Hochzeit, Geburtstag oder ein anderes grosses Ereignis feiern möchte, ist hier garantiert richtig. Wäre das Haus in der Schweiz, das wäre echt der Hammer.

Die Zimmer selbst sind in einem altertümlichen Stil eingerichtet und sehr grosszügig geschnitten. Ok, es gibt auch Einschränkungen: Der Kühlschrank funktioniert nicht und es riecht ein wenig seltsam. Aber das Schloss entschädigt gewissermassen für alles. Es gibt eine schöne Pool-Anlage, ein Spa-Center für Massagen und einen unglaublichen Ausblick auf das kleine Dorf, das am Fusse des Schlosses liegt. Jedes Kind aus dem Dorf will ein Foto mit dir machen. Vielleicht sind die wenigen Einheimischen auch mal froh, wenn sie andere Menschen sehen. Kaufst du dann noch am kleinen Kiosk, der gerade einmal zwei Quadratmeter gross ist, etwas zu trinken und eine Tüte Chips, bist du immer gerne willkommen.

Zwar funktioniert das WiFi ähnlich wie der Kühlschrank im Zimmer, nämlich gar nicht, aber ich lege einfach Handy und Laptop zur Seite und geniesse die Ruhe hier oben, bei gefühlter 55° Hitze.

Eine Safari mit dem Jeep

Kurz nach der Ankunft brechen wir zu einer gut zweieinhalbstündigen Safari in die Umgebung auf. Mitten in der Wüste bleibt unser Jeep stehen und ich sehe Antilopen und andere Tiere, die ich sonst nur im Zoo oder in Afrika sehen könnte. Der Stopp ist nur kurz, dann setzen wir die staubige Fahrt fort. Glücklicherweise hatte ich an mein Krama gedacht, mein Tuch für Mund und Nase. Mit Sonnenbrille, Mütze und ebendiesem Krama bin ich nicht nur gut gegen Staub und Sonne geschützt, sondern sehe irgendwie auch noch recht lustig aus.

An einem Ort, an dem nur eine knappe Handvoll Häuser steht, halten wir und kommen direkt in den versprochenen Kontakt mit "Land und Leuten". Zwar wirkt alles ein wenig inszeniert, aber es ist sehr interessant, so hautnah zu erleben, wie hier die einfachen Menschen leben, was sie anziehen, was und wie sie essen, schlafen und für ihren Wasserbüffel sorgen und diesen waschen.

Alle sind überrascht, als die männlichen Einwohner damit beginnen, eine Art "Ritual" zu inszenieren. Sie mischten Wasser und milchig aussehendes Opium zusammen und opferten zunächst dem Gott Shiva dieses als "Geschenk", bevor einer der Männer dem anderen ein paar Tropfen Opium-Wasser in seine hohle Hand schüttete. Dieser trank die paar Tropfen.

Anschliessend wird das Gefäss herumgegeben, in dem sich das Opium-Wasser befindet. Es sieht ein bisschen aus, wie Aladins Wunderlampe. Wir dürfen sogar selbst davon probieren. Noch zögern die meisten Reisenden, doch ich stelle mich ganz vorne an. Aber Hallo! Wir sind in einem anderen Land und hier herrschen nun einmal andere Sitten und Gebräuche. Da gilt es, jede Gelegenheit beim Schopf zu ergreifen.

Alle versichern, dass das Opium in dem Wasser eine rein "heilende" Wirkung hat, gut für den Magen sein soll und keinerlei betäubende Wirkung haben soll. Obwohl so ein paar rosarote Elefanten hier in der Wüste schon lustig wären...

Ich bekomme meine Ration zugeteilt, schlecke das Opium-Wasser aus der hohlen Hand, das sogar ein bisschen nach Medizin schmeckt. Nur eine Wirkung bleibt aus. Die kann ich nicht feststellen, sosehr ich auch danach suche.

Nach diesem "nicht eingetretenen berauschenden Erlebnis" ziehen wir mit unserer Karawane aus Jeeps weiter, sagen nur kurz dem Wasserbüffel "Tschüss" und geben jedem Kind die Hand.

Auf einem nahen Hügel besuchen wir eine kleine Tempelanlage. Einige Mitreisende interessieren sich allerdings mehr für die wirklich tolle Aussicht auf den Sonnenuntergang, als für alte indische Götter, Zeichnungen und verwitterte Steine. Mir geht es ähnlich: Ich fange lieber den Sonnenuntergang mit meinem Handy ein, ist das doch ein Augenblick, der so nie mehr wieder kommt.

In einem nahegelegenen anderen kleinen Dorf bewundern wir die Kunst der Töpfer. Mit flinken Händen und viel Geschick entsteht aus einem formlosen Klumpen Ton eine schöne Vase. Die Kinder aus dem Dorf bewundern die gut genährten Herrn, die mit uns reisen, die Jugendlichen wollen sich mit den weissen Frauen fotografieren lassen und ich besorge mir schnell am Dorfkiosk eine lokale Limonade, die sich als pures Zuckerwasser herausstellt. Da hoffe ich mal, dass das Wasser sauber war.

Wir kommen so rechtzeitig ins Hotel zurück, dass wir die Burg wunderschön vom Vollmond beleuchtet erleben, wie sie majestätisch über den Hügel herrscht und das Dorf bewacht. Ein leckeres Buffet wartet drinnen zum Dinner auf uns.

So geht ein weiterer Tag mit interessanten und wirklich intensiven Eindrücken seinem Ende entgegen. Das Opium hat übrigens keinem der Mitreisenden Beschwerden verursacht. Aber als ich mich umhöre, erfahre ich, dass zahlreiche Reisende mit Magenproblemen zu kämpfen haben. Ich blieb glücklicherweise bis jetzt davon verschont und hoffe, dass ich durch meine Reisen schon ein bisschen abgehärtet bin. Dafür habe ich ein wenig Halsweh und Schnupfen. Aber solange es nichts Schlimmeres ist, macht mir das nichts aus.

Ich wünsche eine Gute Nacht und bedauere ein wenig, dass schon wieder eine Woche vorbei ist.




                                                        

Gebucht über: sonnenklar.TV
Reiseveranstalter und Bezahlung: e-kolumbus Reisen / e-domizil GmbH
Tourveranstalter: Mediplus Reisen
Hotel : Fort Khejarla Royal Spa

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